Antonio Amati

By Willibald Leo Lütgendorff

Ältester Sohn von Andrea A. Er arbeitete viele Jahre gemeinsam mit seinem Bruder Hieronymus. Ihre stets trefflichen Instrumente erinnern anfangs noch an die Arbeiten des Vaters. Ihre späteren und besseren Geigen haben eine weniger hohe Wölbung. Die verschiedenen, mit dem gemeinsamen Zettel bezeichneten Instrumente stimmen nur selten miteinander überein, so dass man die Arbeit der Brüder unterscheiden zu können vermeint; die besseren werden dem talentvolleren Hieronymus zugeschrieben. Der Lack ist anfangs dicker und dunkel (kirschbraun) und wird später dünner und hat schone Orangefarbe. Nach dem Tode seines Bruders zeichnete er seine Arbeiten nur mit seinem Namen. Die Brüder haben nicht allzu viel Werke hinterlassen, ihre Geigen sind aber meist vorzüglich erhalten, was man vielleicht der immerhin noch hohen Wölbung zuschreiben kann. Eine Decke mit hoher Wölbung besitzt grössere Elasticität und vor allem grösseren Widerstand gegen den Saitendruck, obwohl sie dünner ausgearbeitet werden kann. (In der Brust liessen die Bruder Amati das Holz in der Regel 20mm dick.) Freilich hat eine Violine mit flacher Decke einen grösseren und wohl auch edleren Ton. Die Brüder waren, wie ihr Vater, weit über ihr Vaterland hinaus berühmt und wurden namentlich in Frankreich hochgeschätzt. Auch sie bauten prächtig ausgestattete Geigen für den französischen Königshof.

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£ 44,000.00
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