John Dilworth
HELLMER, Johann Georg Born 1687 Waltenhofen Germany, Worked circa. 1720-1770 Prague Czech Republic. Pupil of Thomas Edlinger. Fine workmanship on Amati- and Klotz-derived model with diminutive scroll. Fine materials and pale yellow varnish prior to c.1740; later introduced an orange-brown oil varnish. Sometimes branded in the chin of the scroll. Several violas. Cellos most successful. Facsimile labels used by Saxon factory producers in the 19th century. Beethoven owned one of his instruments. Georges Hellemer / pragensis me fecit / anno domini 1720 Joannes Georgius Helmer / Pragae. 1761 Joannes Giorgius Hellmer / Pragensis me fecit 1742
Willibald Leo Lütgendorff
Er kam in jungen Jahren nach Prag, wo er ein Schüler von Thomas Edlinger
wurde und es ebenfalls, wie sein Lehrer, zu Wohlstand brachte. Er erlangte
1724 das Bürgerrecht auf der Kleinseite und hatte ein eigenes Haus in der
Neuhofgasse No. 458 (Novodvorská ul.). Er war zweimal verheirathet, in 2. Ehe
mit Maria Barbara Schmid, die er am 1. Juli 1738 geheirathet hat. Er arbeitete
sowohl nach einem eigenen, schönen, hochgewölbten Modell als auch nach Klotz
u. A. und kommt seinem Mitschüler J. U. Eberle sehr nahe. Seine Arbeit ist
ungemein sauber nach der Form, das Holz meist vortrefflich und der Ton weich,
edel und doch stark. Er verwendete einen rothbraunen Öllack mit gelbem
Grundlack. Seine Instrumente hatten — wie die aller älteren Meister — einen
zu schwachen Bassbalken. Da diesem Fehler von einem Reparateur leicht abgeholfen
werden kann, klingen seine Geigen, gerade auf der G-Saite, unübertrefflich.
Es ist bekannt, dass Beethoven eine von ihm gemachte Geige aus dem
Jahre 1737 besass. Eine von ihm 1755 reparirte Theorbe in Wien, Kunsth.
Samml. v. A. H. Kaiserhauses. Inv.-No. 4041. Auf dem Chor der Stiftskirche
in Braunau (Böhmen) befindet sich von ihm eine Geige aus dem Jahre 1753.
Eine Geige aus den zwanziger Jahren des 18. Jahrhundert von ihm besitzt das
Bened.-Stift St. Margareth bei Prag, eine Geige von 1751 fürst Lobkowitz auf
Raudnitz.