Paul Bailly

By Willibald Leo Lütgendorff

Er erhielt seine erste Ausbildung in Mirecourt bei Jules Gaillard, Prosper Gabasse und P. G. Grandjon. Hierauf arbeitete er bei François Vuillaume, der ihn zu seinem Bruder J. B. V. nach Paris schickte, hier blieb er mehrere Jahre und wurde 1869 zum Geigenmacher der Musik-Akademie in Douai ernannt. 1892 ging er nach Mirecourt zurück und arbeitete hauptsächlich für die ersten Pariser und Londoner Firmen. Während dieser Zeit bildete er auch viele Lehrlinge aus. 1884 zog er nach Paris und blieb wieder mehrere Jahre da und verlegte dann seine Werkstatt nach London und 1898 endgültig nach Paris zurück, wo er jetzt Rue de Grénelle No. 197 wohnt. Er baut nach allen Modellen, auch nach englischen, seine Violinen hauptsächlich nach der »Messias« von Stradivari. Für seine Violoncelli zieht er ein grosses Patron vor und verwendet einen schönen, kastanienbraunen Öllack. Der Ton seiner Geigen ist edel und gleichmässig in allen Lagen und seine Arbeit vorzüglich, er besass 1900 bereits mehr als 10 Medaillen etc. Bekannt sind seine von Prof. Wagner in Lissabon veranlassten Versuche, Geigen ganz aus dem brasilianischen Murtaholz zu bauen.

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£ 19,550.00
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